Wieso klingt die Bassdrum in der Disco immer so fett?


oder
60 HZ Sinusgenerator unter die Bass-Drum

Aktuelle Dancestücke zeichnen sich in der Regel u.a. durch eine richtig fette Bassdrum aus. Klar wird bei dem großteil dieser Stücke die gesamte Rhytmussektion per Rechner erzeugt. Aber auch bei einem aufgenommenen Drumset ist hier einiges an Potenzial drin.

Abgesehen von den "klassischen" Stellschrauben wie Kompressor, EQ und Hall gibt es einen weiteren sehr effizienten Trick um die Bassdrum auch im Magen des Hörers spürbar zu machen.

Das brauchen wir in unserer DAW:
- ein Gate
- ein Sinusgenerator

Die Idee:
Immer dann, wenn die Bassdrum zu hören ist, mischen wir einen sehr tiefen Sinuston mit dazu. Mit den richtigen Komponenten sind das nur wenige Mausklicks.
Wir erzeugen eine neue Spur auf der ein tiefer Sinuston von ca. 60 Hz - 70 Hz liegt. Die Spur wird mit einem extern angesprochenem Gate belegt, das von der Basedrum Spur gespeist wird.
Wir haben damit ein Konstrukt, dass immer wenn die Bassdrum zu hören ist auch der Sinuston erklingt.

Die Einstellungen:
Hier ist wieder mal ein bischen probieren angesagt. Das Gate für den Sinuston muss sehr schnell öffnen sobald die Bassdrum zu hören ist kann dann aber eine etwas längere Releasezeit haben.

Das ist zu beachten:
Vom Threshold müssen wir nur aufpassen, dass wir nicht zu früh öffnen (z.B. wenn über das Bassdrum-Mikro auch noch die Snare zu hören ist)

Bei dem Testen mit dem erzeugtem Sinuston ist vorsicht geboten. Zu tiefe Frequenzen (unter 60 Hz) die laut auf die Monitore gegeben werden, können diese beschädigen. Die Membran ist für so ein langsames aber heftiges "hin und herschlackern" meist nicht ausgelegt.
Die Boxen in eurer Lieblingsdisko können das aber auf jeden Fall ab!